Archiv des Autors: Hugo

Structure eats rules for breakfast!

Seit wir im USZ in den Restaurants und Cafeterias lange Tische mit mind 1.5m Länge eingeführt haben, sitzt schlagartig niemand mehr zu nahe. Das ist unglaublich und eine Lektion, die sich alle Spitäler und Spitalleitungen zu Herzen nehmen sollten!!! Diese Investition lohnt sich allemal!

–> Structure eats rules for breakfast!

#hierarchyofinterventioneffectiveness

Wir sind für Euch da!

Das Spitalhygieneteam USZ ist mit Velos ausgerüstet, um schnell überall im USZ vor Ort zu sein. Es ist für uns entscheidend, zu verstehen, wo am Patientenbett der Schuh drückt, welche Regeln auch umsetzbar sind und welche nicht. Redet mit uns!

Mentale Modelle machen einen Unterschied!

Die SARS-CoV-2 Pandemie zeigt eine Tatsache, die ein Kernthema der Infektionsprävention darstellt. Bakterien und Viren sind für das menschliche Auge unsichtbar. Deshalb ist es so wichtig, dass wir alle für unser Verhalten das richtige Mentale Modell im Kopf haben.

Wir haben deshalb eine Infografik geschaffen, die allen dabei helfen soll.

Am besten A3 ausdrucken und aufhängen. High-Res Kopie bei uns bestellen – frei verwendbar unter Angabe der Quelle (Creative Commons).

Creative Commons

Es braucht nur wenig! Aber davon viel. Jetzt erst recht.

Schutzmasken

Das Corona Virus ist noch das gleiche. Die Übertragunswege auch. Was jetzt (wieder) anders ist, ist die Anzahl der Infizierten unter uns – häufig ohne oder mit wenig Symptomen.

Es braucht sehr wenig, dass es zu keiner Ansteckung kommt.

Einen Schritt zurück. Sonst Maske richtig anziehen. Die Hände waschen oder desinfizieren.

Und: Stellen Sie sich vor, Sie bekämen jetzt einen Anruf, dass gestern jemand positiv getestet wurde, den Sie angetroffen haben. Sie müssen sicher sein, dass Sie kein Risiko eingegangen sind.

Stellen Sie auch sich vor, dass jede Person angesteckt ist, die Sie antreffen. Das ist natürlich nicht so. Aber nur knapp. Und hilft, das Wenige richtig zu machen.

Let’s do it! We can.

Stimmen Sie für unser Safety Video!!!

Am 20.-23. Juni 2017 findet in Genf die internationale Konferenz zu Spitalhygiene statt International Conference on Prevention and Infection Control (ICPIC).

Wir haben unser Video «Welcome on board» beim Clip Wettbewerb eingereicht. Es wurde ja bereits über 170’000 mal auf Facebook gepostet und hat allerseits Begeisterung ausgelöst.

Deshalb: bitte geben Sie für unser Video Ihre Stimme ab unter: http://icpic-clip-award.com/en/videos-selected.php

Und das beste: Jede Person kann einmal pro Tag eine Stimme abgeben 🙂

Herzlichen Dank!

May the best win!!!

Die SRF Sendungen zur Infektionsprävention aus dem USZ

„Die Patienten infizieren sich meist mit ihren eigenen Keimen! Wie können wir sie dennoch davor schützen?“

„Infektionsprävention ist eigentlich so einfach! Aber dennoch so schwierig umzusetzen!“

Odette Frey von PULS assistiert bei einer Urinkathetereinlage … da läutet das Telefon. „Was macht sie jetzt mit den Handschuhen, mit der Händedesinfektion?“

„Warum dürfen Spitäler sich selbst überwachen und werden nicht engmaschig vom Staat überwacht bezüglich infektionspräventiven Massnahmen?“

„Wie viele Patienten von 100 bekommen das wichtige infektionspräventive Antibiotikum vor einer Operation zum richtigen Zeitpunkt? Und falls nicht, warum nicht?“

Solche Fragen und mehr wurden aufgeworfen in der PULS Spezial vom Montag, 10. April 2017 „Spitalhygiene: Der Kampf gegen die ansteckende Fahrlässigkeit“ und die Spitalhygiene USZ stand Red und Antwort, nebst viel Filmmaterial von der Front.

Darin ist auch als Innovation kurz der neue Virtual Reality Händehygiene Trainer zu sehen (s. Bild).

Zudem war Prof Sax live gleichentags in der Sendung Treffpunkt im Radio SRF1.

 

Neue Auflage der Swissnoso-Empfehlungen für Creutzfeldt Jakob

Prävention der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und Wiederaufbereitung von Medizinprodukten: gegenwärtiger Stand der Wissenschaft und Empfehlungen für die Schweiz

Swissnoso hat in ihrem elektronischen Bulletin einen neuen Artikel zum Thema „Prävention der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und Wiederaufbereitung von Medizinprodukten: gegenwärtiger Stand der Wissenschaft und Empfehlungen für die Schweiz“ publiziert. Das Bulletin steht Ihnen unter www.swissnoso.ch/bulletin/zur Verfügung.

Die profunde Einfachheit der Umsetzung von wissenschaftlicher Evidenz in die Praxis

AIMD – a validated, simplified framework of interventions to promote and integrate evidence into health practices, systems, and policies

Peter Bragge, Jeremy M. GrimshawCynthia LokkerHeather Colquhoun and The AIMD Writing/Working Group

BMC Medical Research MethodologyBMC series – open, inclusive and trusted 2017;17:38

DOI: 10.1186/s12874-017-0314-8

Eine wichtige Erkenntnis der letzten Jahre ist, dass sich wissenschaftliche Evidenz nicht von selbst ans Bett des Patienten gibt. Das trifft auch und ganz besonders auf die Infektionsprävention im Gesundheitswesen zu. Dass die Evidenz in unserem Gebiet zudem an vielen Stellen sehr dünn ist, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Aus diesem Manko heraus hat sich die Implementierungs-Wissenschaft entwickelt. Eine Vielzahl von theoretischen Modellen ist entstanden aus dieser Forschung, die typischerweise Elemente enthalten wie Leadership, Monitoring und Feedback, involvierte Personen, Change Agents, usw.

Jetzt ist eben eine Publikation erschienen die die unerlässlichen aktiven Elemente der Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die klinische Praxis sehr einfach und prägnant zusammenfasst und als Raster dienen kann, über dieses Gebiet zu sprechen und zu schreiben, das AIMD Framework:

  1. Aims: what do you want your intervention to achieve and for whom?
    Ziele: Was möchtest du mit deiner Intervention erreichen und für wen?
  2. Ingredients: what comprises the intervention?
    Elemente: Woraus setzt sich die Intervention zusammen?
  3. Mechanisms: how do you propose the intervention will work?
    Mechanismus: Wie wird die Intervention das Ziel erreichen?
  4. Delivery: how will you deliver the intervention?
    Umsetzung: Wie wird die Intervention umgesetzt?

Mit Hugo Sax war die Spitalhygiene USZ an dieser Arbeit beteiligt, die hauptsächlich in einem zweitägigen Workshop in Ottawa stattfand.